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Triathlon-Weltmeister spricht über Zielsetzung und Ausdauer

„Setzen Sie Ihre Ziele immer richtig hoch an“, gab Daniel Unger den circa 150 Studierenden und Interessierten zum Abschluss seines Vortrages mit auf den Weg. Der Triathlon-Weltmeister und gebürtige Ravensburger stand im Fokus der diesjährigen IT-Tagung der Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Ravensburg-Weingarten.

Parallelen zwischen Wirtschaftsinformatik und Triathlon

Dass ausgerechnet der Profisportler die Veranstaltung perfekt ergänzte, brachte Professor Dr. Bela Mutschler, Studiendekan des Studiengangs Internet und Online-Marketing, auf den Punkt: „In der Wirtschaftsinformatik haben wir wie im Triathlon auch mit drei Herausforderungen zu tun: Technische Themen, Betriebswirtschaft und Soft Skills.“

Anschaulich sprach Daniel Unger über seine sportlichen und persönlichen Erfolge, aber auch Herausforderungen und Tiefschläge. Sein größter Triumph: der Gewinn der Triathlon-Weltmeisterschaft in Hamburg 2007. „Es war das Rennen meines Lebens“, so Unger. Entscheidend für solche Erfolge sei die perfekte Vorbereitung, aber auch die Gelegenheit zu bekommen, diese in Taten umzusetzen. Und natürlich spiele auch der Glaube an die eigenen sportlichen Höchstleistungen eine wichtige Rolle.

Wille und Motivation zählen

Bezogen auf das Problem des Übergewichts in der heutigen Gesellschaft sieht der Triathlet im Willen eine wichtige Größe. „Geht nicht, gibt’s nicht“, lautet hier seine Devise. Tägliche kleine sportliche Aktivitäten würden reichen, denn in erster Linie zähle die Häufigkeit vor Umfang und vor Intensität. Um das Ganze anschaulich zu machen, animierte der Profisportler gleich die Anwesenden zu ein paar sportlichen Übungen.

Professor Dr. Ekkehard Löhmann, Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informatik, sieht in der großen Motivation der Studierenden und Lehrenden die Ursache für den Erfolg des Fachbereichs. Im aktuellen Ranking des Magazins „Wirtschaftswoche“ ist die Hochschule Ravensburg-Weingarten in der Wirtschaftsinformatik unter den besten zehn in Deutschland gelandet. Die gute Platzierung zeigt den Ruf, den die Hochschule bei über 500 Personalverantwortlichen von Unternehmen in diesem Bereich genießt. „Die Motivation bei Studierenden ist hoch, wenn sie Ideen selber finden“, so Löhmann, „Sackgassen sind dann auch Teil der Übung.“

Von Sackgassen und Rückschlägen kann auch Daniel Unger berichten. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking 2008 war für ihn Erfolg und Misserfolg zugleich. Trotz des Weltmeistertitels kehrte er ohne Medaille von Olympia zurück. „Aus Niederlagen kann man viel mehr mitnehmen als aus Erfolgen“, steht für den Triathleten fest. „Wenn es auch einer der schwersten Momente meiner Karriere war, hatte ich das gesteckte Ziel erreicht, einmal bei Olympia dabei zu sein.“

Ungeachtet der sommerlichen Temperaturen verfolgten die circa 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessiert die folgenden Vorträge zu den Themen Projektmanagement, Datenanalyse in der Praxis und Internet- und Onlinemarketing. Zum fünften Mal in Folge hatte der Fachbereich Wirtschaftsinformatik die Veranstaltung organisiert. Frank Tassone von der Scheer GmbH ging in seinem Vortrag auf die Bedeutung von „Soft Skills“ im Projektmanagement ein. Im Anschluss daran brachte Paul Scheider von der Bosch Software Innovations GmbH den Studierenden das Thema „Datenanalyse in der Praxis“ näher. Über den aktuellen Stand des Internet- und Onlinemarketing im Jahr 2017 informierte dann zum Abschluss der Veranstaltung der Experte Nicolas Sacotte, Gründer von Contentking.de und Gastdozent an der Hochschule.

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MH am 12.06.2017
Bild und Artikel von Franziska Mayer auf http://bit.ly/2sTR17a