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5 Fragen an… Hasan Girit

Hasan Girit stieg direkt nach seinem 2013 an der Hochschule Ravensburg-Weingarten abgeschlossenen Master-Studium der Wirtschaftsinformatik bei Accenture Technology Consulting ein. Als Cloud Transformation und Migration Consultant unterstützt er seit mehr als vier Jahren Unternehmen im Bereich Banken, Versicherungen und Softwareherstellung.  Hasan Girits Fokus liegt schwerpunktmässig im Bereich Business Analysis, Cloud Computing und IT Service Management. Derzeit ist er als Product Owner einer Applikation für einen Softwarehersteller im Bereich Cloud Computing tätig.

  1. Hallo Herr Girit, die Digitalisierung war 2016 in aller Munde? Wie wirkte sich dieses Trend-Thema in ihrem (Arbeits-) Alltag aus?

Antwort:  In aktuellen Projekten unterstützen wir Unternehmen die richtigen Massnahmen zu treffen, um gut gerüstet die Digitalisierung zu beschreiten. In meinem Bereich des IT Service Managements ist es nicht mehr ausreichend ganze Infrastruktur-Landschaften zu migrieren bzw. in die „Cloud“ zu transformieren und durch Standardprozesse zu führen. Vielmehr geht es darum die Wertschöpfungskette, in meinem Fall sind es die sogenannten Managed Services, effektiv, effizient und sicher wie möglich zu gestalten (z.B. PaaS, IaaS). Unternehmen erhalten somit die notwendige Agilität und können sich den immerzu ändernden Rahmenbedingungen anpassen.

  1. Was sind bzw. werden für Sie die spannendsten Themen und Herausforderungen der IT Branche im Jahr 2017?

Antwort:  Intelligente Infrastruktur-Plattformen und IT Security sind zwei Themengebiete, die besonders spannend sind und Unternehmen unter Handlungsdruck setzen. Ersteres wird mich sicherlich das nächste Jahr voll auslasten. Der Trend zu vollautomatisierten, intelligenten Infrastruktur-Plattformen ist sehr spannend. Anhand der zugrundeliegenden Daten sollen die jetzigen Informationssysteme selbständig entscheiden, welche Prozesse/ Services angesteuert werden. Es ist nicht mehr der Gedanke inwieweit die Durchdringung der IT im Unternehmen stattfindet, sondern inwiefern Prozesse vollautomatisch, rechnergestützt und intelligent diese laufen, um so die notwendigen Ressourcen für andere strategisch wichtigere Projekte frei zu setzen. IT Security ist ein Thema, dass zunehmend immer mehr Kollegen bei uns beschäftigt und sicherlich die nächsten Jahre beschäftigen wird.

  1. Accenture ist ab Februar an der Hochschule Ravensburg-Weingarten mit der Campus-Challenge vertreten. Welche Chancen bieten sich den Teilnehmern hier?

Antwort:  Die Teilnehmer können sich ihr persönliches Karrierenetzwerk aufbauen und einen Einblick in die Beraterbranche erhalten. Dazu wird ihnen ein interessantes Themengebiet im Bereich der Digitalisierung, sowie der Herausforderung sich diesem Thema aus zwei Gesichtspunkten hands-on zu nähern, geboten. Eine Art Kombination aus einer technischen und einer betriebswirtschaftlichen Sicht. Studierende können ihre eigenen Soft-skills ausbauen und arbeiten an der Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee.

  1. Was muss ein Absolvent mitbringen, um in der Berater-Branche erfolgreich zu sein?

Antwort: Aus meiner Perspektive und bisherigen Karriere sind es Interesse, Durchsetzungsvermögen und die Leidenschaft immer wieder neue Dinge und Themen anzugehen und sie innerhalb eines Teams ergebnisorientiert voranzutreiben. Neben einer analytischen und strukturierten Herangehensweise an Aufgaben und Problemstellungen, sind auch rhetorische bzw. Präsentationsfähigkeiten gefragt. Ein wichtiger weicher Faktor ist auch die jeweilige Persönlichkeit eines Einzelnen. Gesucht werden Teamplayer und keine Einzelgänger, also Personen, die gern unterstützen und ihr vorhandenes Wissen teilen. Noten sind wichtig, aber nicht unbedingt ausschlaggebend.

  1. Welche Tipps würden Sie einem Erstsemester der Wirtschaftsinformatik für sein Studium mit auf den Weg geben?

Antwort: Bringt Begeisterung/ Interesse für die WI mit und erarbeitet Euch gemeinsam in kleinen Lerngruppen die jeweiligen Studieninhalte (auf Beraterfachsprache den „Deliverables“) sprich  „coached“ Euch gegenseitig. Setzt Euch mit gegebenen Themen kritisch auseinander, stellt Fragen und sucht nach geeigneten Lernwerkzeugen. Tretet so früh wie möglich in Kontakt mit Unternehmen und absolviert verschiedenste Praktika oder Werkstudententätigkeiten oder kombiniert diese mit praktischen Arbeiten an der HS. Nach Erfüllung der studentischen Pflichten sollte das Studentenleben genossen werden.

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MH am 10.03.2017